Die Wurzeln der Anime
Bekanntermaßen haben das Bild und die Schrift in Japan eine sehr große kulturelle Bedeutung. Die heutigen Mangas finden ihre Vorfahren bei den „Ukiyo-e“, diese wiederum waren japanische Holzschnitte in der Epo-Epoche (1603-1868).
Ursprünglich gab es die „Ukiyo-e“ nur in schwarz und weiß und dies hat sich auch bis heute bei den Mangas nicht verändert. Anders dagegen die Anime, denn die werden koloriert. Handelte es sich bei den Geschichten der Holzschnitte noch um Szenen aus dem täglichen Leben, finden sich in den modernen Bildergeschichten nur noch Fantasiewelten, die mit der Realität nichts mehr gemeinsam haben.
Bei den Helden handelt es sich um menschliche Lebewesen, die mit fantastischen Eigenschaften ausgestattet sind, allerdings auch über keinerlei moralische oder ethische Vorbehalte verfügen. Den Anfang der Anime findet man bereits 1907.
Es handelte sich dabei lediglich um eine ca. drei Sekunden dauernde Animation, die aus 50 Bildern bestand, und einen Jungen zeigt, der einen Matrosenanzug anhat und den Begriff „bewegte Bilder“ auf die Tafel schreibt. Leider entdeckte man dieses Kleinod erst 2005 in einem sehr alten Filmprojektor in Kyoto.
Das Auffinden dieses Filmes war etwas ganz besondere, denn viele frühere Beispiele japanischer Animation blieben dagegen verborgen. Anime und Mangamotive sind auch als Wandtattoo beliebt.