Zielgruppe und Genre
In Japan werden 1,5 Milliarden Manga-Magazine und Taschenbücher hergestellt. Dass sich dieses Genre nicht nur an Kinder und Jugendliche richtet, sieht man an der Vielzahl der erotischen bzw. pornografischen Geschichten. In diesem Zusammenhang stößt man auch auf die Begriffe: „Etchi“ oder „Hentai“, dabei handelt es sich um einen häufigen Euphemismus, was so viel bedeutet, wie „schönreden“.
Kinder dagegen haben natürlich auch ihre eigenen Helden und zwar für Mädchen und Jungen jeweils getrennt. Die Mädchen lieben ihre Manga Zielgruppe mit den „Shojos“. hierbei handelt es sich um sehr mutige, androgyne Heldinnen, mit denen die Mädchen sich sehr schnell identifizieren.
Mit ihnen durchleben sie viele romantische Love Storys. Bei den Jungen finden harte Kampf- und Science-Fiction Geschichten in denen sie sich mit den Helden um die großen Kämpfe messen. Selbst die Senioren haben ihre großen Comic Geschichten, mit dem bezeichnenden Namen „Silver-Manga“.
Das wirklich erstaunlich daran ist, die Genregrenzen fließend zu lassen, so dass jeder das konsumiert was ihm gerade gefällt. Die Macher der japanischen Mangas haben nicht die Absicht verfolgt, Werke für die Ewigkeit zu schaffen, im Gegenteil, es handelt sich dabei um schnelllebige Massenware, die bei Bedarf auch jederzeit wieder schnell entsorgt werden kann.
Sobald also eine Geschichte nicht mehr bei den Zielgruppen gefragt ist, verschwindet sie vom Markt.